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Kriterien zur Aufnahme

Kriterien zur Aufnahme in den Landesjugendkader als PDF herunterladen >>
Bewerbung zur Aufnahme in den Landesjugendkader

Landesjugendkader Bayern

Alle unten aufgeführten Punkte sind Richtlinien. Gerne kann auch bei nicht einhalten der unten genannten Punkte direkt Kontakt zu dem Landestrainer aufgenommen werden und über eine Kaderteilnahme nachgedacht werden.

Kontingent:

Bei der Besetzung der Kaderplätze werden die unteren Jahrgänge (Jugend C; B1) berücksichtigt. Das Gesamtkontingent beträgt ca. 15 Personen, weil es möglich sein soll,

  1. die Jugendlichen an den Stützpunkten zu besuchen
  2. Ausfahrten für alle gemeinsam zu organisieren
  3. eine Gruppe zu formen, die sich stützt

 

Das Mindestalter zum Eintritt in den Kader beträgt 12 Jahre (im 13. Lebensjahr) = erstes Jahr Jugend C (nach Wettkampfklassen)

Zielsetzung:

Der Landeskader soll die kontinuierliche Unterstützung von Jugendlichen aus Bayern gewährleisten, die sich aus eigenem Entschluss heraus zum längeren Engagement im Klettern entschlossen haben und den nachfolgenden Kriterien genügen.

Die Perspektiven, die die Jugendlichen mitbringen sollen, sind entweder,

  1. die Erreichung vorderer Ränge (1-5) in den nationalen Wettkämpfen oder
  2. das Klettern "schwieriger" Routen oder Boulder am Fels;

 

 

Nominierungskriterien (formell und allgemein)

 

  1. Zugehörigkeit zu einem Mitgliedsverein des KVB
  2. Freude am Klettersport drinnen und/oder draußen
  3. Fähigkeit, sich in eine Gruppe zu integrieren; Bereitschaft, die Leistungsentwicklung der anderen Kadermitglieder zu unterstützen
  4. Positive Einstellung zum KVB, entsprechende Darstellung des KVB gegenüber der Öffentlichkeit, insbesondere in den Medien
  5. Bereitschaft des Athleten, sich regelmäßigem Üben im Stützpunkt zu stellen
  6. Bereitschaft des Athleten, seine persönliche Lebensführung als Grundlage der sportlichen Entwicklung daran ausgerichtet zu gestalten
  7. Regelmäßiger Informationsaustausch mit dem Landestrainer bezüglich des Trainingsstands (Trainingsaufzeichnungen)
  8. Erfolgreiche Teilnahme an Wettkämpfen (Landesebene und nationaler Ebene) oder regelmäßiges Absolvieren von schweren Touren oder Bouldern am Fels
  9. Positive Beurteilung der sportlichen Eignung (siehe Zusatz am Ende) und des Entwicklungspotentials des Athleten in den Bereichen Technik, Taktik, Psyche, Kondition und Motivation durch den Landestrainer in Abstimmung mit dem jeweiligen Stützpunkttrainer
  10. Teilnahme an einem, zwei oder einigen Sichtungstrainings

 

Schwierigkeitsgrade - Nominierungskriterien

 

Folgende Platzierungen ermöglichen, bei gegebenen obigen Punkten und wenn der Stützpunkttrainer es befürwortet, die Aufnahme in den Landeskader:

Platzierung Deutsche Jugend-Meisterschaft Platz 1 – 6 oder Platzierung Deutsche Overall Jugend-Rangliste Platz 1 – 6

Bei nachfolgenden Kriterien entscheidet der Landestrainer in Abstimmung mit dem Stützpunkttrainer über die Aufnahme in den Landeskader ausgerichtet an nachfolgenden "Indizien":

Jugend C1 
Gesamtergebnis Bayerische Meisterschaft Platz 1 - 2

Jugend C2 
Gesamtergebnis Bayerische Meisterschaft Platz 1 - 2

Jugend B
  Gesamtergebnis Bayerische Meisterschaft Platz 1 - 3

Jugend A1
Gesamtergebnis Bayerische Meisterschaft Platz 1

 

Folgende Felsergebnisse ermöglichen, bei gegebenen obigen Punkten und wenn der Stützpunkttrainer es befürwortet, die Aufnahme in den Landeskader:

 

On sight

Rotpunkt

Altersklasse

Jungs

Mädels

Jungs

Mädels

C1

C2

7a+

7a+/7b

6c+

6c+/7a

7b+

7b+

7a

7b

B1

7b

7a

7c+/8a

7c

B2

7c

7b

8a+

8a

A1

7c+

7c

8b

8a+

A2

8a

7c+

8b+

8b

 

Beschreibung der Qualitäten sportlicher "Eignung"

Die nachfolgenden Kriterien dienen als Richtschnur. Sie sollten zu einem Großteil im Klettern erkennbar sein, um über ein ähnliches Fähigkeitsniveau gemeinsame Lehrgänge und Ausfahrten sinnvoll durchführen zu können.

Technisch/Taktische Fähigkeiten

  1. Timing: "Treffsicherheit" der Füße/Hände

 

  1. Technik:


 

o Präzises (entlastetes) Aufsetzen der Füße im vorderen Bereich (kein Mittelfußtreten), bei positiven Tritten gut ausgebildet, bei runden, negativen, nicht "greifbaren" Tritten "halbwegs" ausgebildet

 

o Positionsgefühl (Ausgewogenheit in der Vorbereitung!) vorhanden:

 

in "einfachen" Positionen gut ausgeprägt, d.h. der Kletterer merkt, wann die Position möglichst drehmomentfrei stabilisiert und passend für den nächsten Zug vorbereitet ist (= sauberes, frontales, uneingedrehtes Klettern in Standardsituationen), Positionen unter dem Griff, bei verschiedenen Griffformen, kleine Schritte

 

oder "komplexeren" Positionen "halbwegs" vorhanden z.B. 2 Toehooks, Stehen/Ziehen gegeneinander; Position mit vielen Drehmomenten, die durch Kraft nicht vollkommen zu stabilisieren sind


 

o Bewegungsgefühl:

nicht dauerangespannt, Wechsel von An- und Entspannung sichtbar (Nachgeben ... Auslösen ... Ankommen [Fest Werden] ...Nachgeben...), Drüberziehen über positive Tritte/“Reingraben“ zur Unterstützung der Weiterbewegung

 

  1. Taktik und Sicherheit

 

o Fähigkeit zum Routenlesen an der Kunstwand: Überblick über die zu kletternde Linie, kein dauerndes Suchen

 

o grundlegende Fähigkeiten im Routenmerken (= geistiger Nachvollzug in Griff-Folgen)

 

o grundlegendes Rhythmusgefühl: Auf die Frage bspw. "Wo warst du zügig, wo eher langsam unterwegs" sollte konkrete Rückmeldung erfolgen können

 

o Sicherheit im Lesen auch von Routen (v.a. Linie sehen) draußen – hier kommt der Faktor "Selbsteinschätzung/Gefahrpotential" hinzu.

 

o So gut wie eigenständiges Handeln am Naturfels – Voraussetzung für die Fahrten!

 

o Reflektierter Umgang mit dem Thema Sicherheit beim Sportklettern im Klettergarten: Sichern, Umbauen, Einschätzung von Hakenabständen, Hakenqualität, Ruhiges Einnehmen von Clippositionen

 

Körperliche Gegebenheiten

  1. keine akuten Verletzungen = grundlegend gesund, überstandene Verletzungen kurz dokumentieren

 

  1. Stabilität im Schulterbereich (Schultergürtel) oder bspw. kein "Wegbrechen" der Schulter nach oben beim Ankommen an einem Zielgriff

 

  1. Stabilität im Rumpfbereich

 

  1. grundlegende körperliche Fähigkeit, 3-4 Mal pro Woche zu klettern/zu trainieren

 

Persönliche "Gegebenheiten"

  1. Selbsteinschätzung hinsichtlich des Kletterkönnens realistisch (= deutliche Überschneidungen zur Einschätzung des Stützpunkttrainers auch unter Sicherheitsgesichtspunkten; ansonsten Gefahr der Selbstüberschätzung auf Fahrten)

 

  1. Motivation, sich mit dem persönlichen Klettern auseinander zu setzen und auch "wunde" Punkte an zu gehen

 

  1. Fähigkeit, sich in eine Gruppe einzugliedern und dort Aufgaben zu übernehmen

 

  1. Fähigkeit zur zuverlässigen Kommunikation (E-Mail, SMS oder App, Telefon); Einhalten von Absprachen, zeitnahes Zu- oder Absagen zu Trainings

 

  1. Selbständiges Anreisen zu Trainings mit dem Zug

 

  1. Klettern ist eine Einzelsportart, der Bayernkader ist ein Team, das auch nur als Team funktioniert! Sozialkompetenz steht an oberster Stelle!

 

Mitgliedsvereine aktuell

Neue Sportförderrichtlinien in Kraft getreten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vertreter unserer Mitgliedsvereine,

zum 30.12.2016 sind die neuen Sportförderrichtlinien in Kraft getreten.

 

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