headerbilder_04.jpg

Tessin 2011

Kaderfahrt Tessin – Herbst 2011

Endlich sind die lang ersehnten Herbstferien da. Und so ging es bei mir dieses Jahr mit dem Kader auf Trainingsfahrt ins Tessin. Abfahrt war in München mit zwei Autos und einem großen Bus, der von unten bis oben mit crash-pads beladen war.Und so fuhren wir mit unserem Trainern Jakub, Ines und Daniel ab in die Schweiz zu den tollsten Boulderblöcken. Noch am selben Tag sind wir nach Cresciano, um uns schon an den Fels zu gewöhnen und uns schon mal warm zu boxen.

Um die wunder schönen Herbsttage zu genießen, mussten wir morgens früh aufstehen, aber das Opfer zu bringen hat sich wahrlich gelohnt. Nach dem wir 5 wunderschöne Herbsttage hatten mussten wir am Ende aber auch mit 3 Regentagen leben.

Wir verbrachten unsere Zeit Hauptsächlich in Cironico und Cresciano, aber wir waren auch im Schattental, wo es kalt und schattig war.

Und so machte ich viele coole Boulder, unter anderem auch viel Klassiker wie Number One(6c+/7a),  Autopilot (7b+) und Selection Door (7a). Die Boulder sind sehr vielfältig, neben steilen Platten ohne Griffe, kann man auch geile Überhänge, Traversen oder Sprungboulder aussuchen.

Wir waren aber nicht nur immer am Felsen zu finden, nein wir waren auch Kastanien sammeln, die wir hinterher mit Tee beim Film schauen aufaßen. Halloween sind wir ohne Verkleidung von Haus zu Haus gegangen und hatten unseren Spaß. Dabei stellten wir fest, dass die Einwohner entweder kein Halloween feiern, Halloween nicht kennen, daheim waren aber uns nicht aufmachen wollten oder aber mega nett und freundlich waren und uns gleich ihren ganzen Süßigkeitenvorrad gaben.

Die Süßigkeiten haben uns im Nachhinein dann auch das Leben gerettet, da wir nicht gerade die abwechslungsreichste Nahrung dabei hatten. Wir sind mit genau 8 Produkten und die in Massen ins Tessin gefahren: Müsli, Milch, Doppelkekse, Volkornbrot, Salami, Emmentaler, Soße und nur Nudeln. Es gab jeden Abend Nudeln mit Soße, bis uns die Nudeln aus den Ohren gewachsen sind, dann sind wir auf eigene Faust ohne Trainer zum Coop gegangen und wollten uns Reis und Eis kaufen. Als wir an der Kasse standen, mussten wir aber leider feststellen dass unser Geld nicht reicht, weil anscheinend neue Franken eingeführt wurden. So mussten wir und mit Reis zufrieden geben.

An den letzten drei Tagen musste ja wohl oder übel uns das Glück verlassen und es regnete aus Kübeln. So beschlossen wir uns unter einem überhängenden Boulderblock zu verkriechen in dem es nicht rein regnet. Wir verbrachten zwei Tage dort und haben alle ein und den selben Boulder (arabald) projektiert. Leider war ich so über motiviert, dass ich mir meine Finger blutig geklettert habe. Trotz dessen habe ich am nächsten Tag, als wir übers Allgäu heim gefahren sind, noch am Kletterturm in Kempten mit getapten Fingern eine Trainingseinheit eingelegt.

Kurz gesagt, die Woche war einfach der Wahnsinn.

Bericht verfasst von Friederike Petri

KVB aktuell

Mitgliedsvereine aktuell